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Aktuelle Informationen

Japankäfer breitet sich aus - Allgemeinverfügung

Das Landratsamt Ravensburg und das RP Freiburg erlassen eine Allgemeinverfügung zur Bekämpfung des Japankäfers. Der Japankäfer ist ein invasiver Schädling, der ursprünglich aus Asien stammt und bei uns in der Region keine natürlichen Feinde hat. Das adulte Tier sowie die Larven können durch Fraßschäden hohe Ernteeinbußen an mehr als 400 Wirtspflanzen verursachen.
Im Sommer wurden im Landkreis Lindau (BY) über 50 Japankäfer gefangen. Um die Verbreitung des Käfers einzudämmen, wurde um die Funde in Bayern des Japankäfers eine Befallszone (1 km Radius um den Fund) und Pufferzone (weitere 5 km um die Befallszone herum) ausgewiesen. Diese Pufferzone ragt auch in Teile des Landkreises Ravensburg, im Bereich der Gemeinde Achberg und der Stadt Wangen i.A. hinein. Auch der Bodenseekreis ist von der Pufferzone betroffen und wird eine eigene Allgemeinverfügung dazu in die Wege leiten.

Für diese Zone gelten besondere Maßnahmen um die Verbreitung des Käfers einzudämmen. So darf unter anderem ganzjährig kein Oberboden (obere 30 cm) aus der Pufferzone verbracht werden. Während der Flugzeit (1. Juni- 30. September) darf ebenfalls kein Pflanzenmaterial aus der Grünpflege sowie unbehandelte Pflanzenreste aus der Pufferzone verbracht werden. Dies gilt nicht für Grünfütterung, Silage, Heu etc. Alle geltenden Maßnahmen sind in der Allgemeinverfügung einsehbar. Das Landwirtschaftsamt wird vor der kommenden Flugzeit (ab Juni) nochmals über die geltenden Maßnahmen informieren.

Mit einem Klick auf die Karte kommen Sie zur Ansicht der Pufferzone mit allen betroffenen Flächen:

In der Allgemeinverfügung lesen Sie die genauen Bestimmungen (PDF,726 KB).

Sperrzeitverschiebung Gülleausbringung - Allgemeinverfügung

Die Sperrzeit für die Aufbringung von Düngemitteln mit wesentlichem Gehalt an Stickstoff auf Grünland, Dauergrünland und auf Ackerland mit mehrjährigem Feldfutterbau bei einer Aussaat bis zum 15. Mai gemäß § 6 Abs. 8 DüV wird um zwei Wochen auf den 15. November 2026 bis einschließlich 14. Februar 2027 verschoben.

Die genauen Regelungen sind bei den "Öffentlichen Bekanntmachungen" veröffentlicht und Sie können sich hier informieren:

Ministerium Ländlicher Raum: Futtermittelbeihilfe 2026

Die diesjährige Dürre hat in großen Teilen Baden-Württembergs zu Futtermangel in Futterbaubetrieben geführt. Das Hilfsprogramm ‚Futtermittelhilfe 2026‘ unterstützt besonders betroffene Betriebe. Mehrkosten für notwendige, dürrebedingte Zukäufe von Grobfutter für Raufutterfresser einschließlich der Transportkosten sollen teilweise ausgeglichen werden.

Die Antragsformulare finden Sie hier.

Der Antrag kann per Post (Landwirtschaftsamt Ravensburg, Frauenstraße 4, 88212 Ravensburg)
oder per Mail ( LA@rv.de ) eingereicht werden.

Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat - hier finden Sie alle Informationen und Hinweise zur Antragstellung:
Antragstellung auf Futtermittelhilfe 2026 läuft an (PDF,78 KB)

Außenstelle Leutkirch ist umgezogen in die Ottmannshoferstraße 44

Das Landwirtschaftsamt Außenstelle Leutkirch ist Anfang September 2026 umgezogen. Sie finden uns ihm ehemaligen Krankenhaus in der Ottmannshoferstraße 44.
Der Zugang ist über den Haupteingang, von dort über die Treppe links oder Fahrstuhl ins Untergeschoss. Die Telefonnummern und Email Adressen haben sich nicht geändert.

Ausnahmeregelungen wegen trockener Witterung

  • FAKT E1.2 Begrünungsmischung im Ackerbau: Futtermischung statt Begrünung
    • Auf den Flächen darf eine Futtermischung ausgesät werden.
    • Das gewachsene Futter darf selbst genutzt werden.
    • Das Futter darf auch an dritte Personen abgegeben werden.
    • Für diese Flächen gibt es im Jahr 2026 keine Zahlungen im Rahmen von FAKT E1.2.
    • So können Sie die Maßnahme abmelden:
      • Entfernen Sie den FAKT-Code 41 bei den betroffenen Flächen.
      • Melden Sie einen Fall höherer Gewalt über FIONA unter „Nachweise einreichen“.
        Eine formlose Meldung auf Grund der Trockenheit ist hierzu ausreichend.
      • Reichen Sie den FIONA-Antrag erneut online ein.
    • Wichtig für Sie:
      Wird durch die Abmeldung der Verpflichtungsumfang für FAKT E1.2 unterschritten, müssen normalerweise bereits erhaltene Zahlungen aus den Vorjahren zurückgezahlt werden.
      Um dies zu vermeiden, muss zusätzlich ein Fall höherer Gewalt oder ein außergewöhnlicher Umstand über FIONA gemeldet werden.
      Die Meldung muss innerhalb von 15 Werktagen eingereicht werden.
  • Ökobetriebe: auf Antrag Nutzung von konventionellem Futter möglich
    • Es wurde der Katastrophenfall im Sinne des Ökorechts ausgerufen.
    • Damit dürfen Ökobetriebe konventionelle Grünland- und Ackerfuttermittel zukaufen, wenn ein entsprechender Antrag bei der für die Öko-Kontrolle zuständigen Behörde gestellt wurde.
  • Nutzung von stillgelegten Flächen für Futternutzung
    • Stillgelegte Flächen können jederzeit wieder in die Produktion genommen werden um den Aufwuchs zur Verfütterung zu verwenden.
    • Der Nutzcode muss in FIONA ändern entsprechend der tatsächlichen Nutzung geändert werden.
    •  Die Abgabe des Aufwuchses an andere Betriebe ist möglich.
  • Flächen mit Ökoregelung 1a „nichtproduktive Flächen auf Ackerland“
    • Ab 1. September ist hier eine Beweidung oder Schnittnutzung zulässig.
    • Sollen diese Flächen zu Futternutzung verwendet werden, muss die Ökoregelung auf dem Schlag in FIONA abgemeldet werden.

Bodennahe Gülleausbringung - Allgemeinverfügung

Für die Ausbringung von flüssigem Wirtschaftsdünger hat der Landkreis Ravensburg eine Allgemeinverfügung erlassen, in der Ausnahmen für eine Breitverteilung geregelt sind.

Allgemeinverfügung

Ausnahmen sind unter diesen Voraussetzungen möglich:

  • Naturräumliche Besonderheiten
    • Hangflächen
  • Agrarstrukturelle Besonderheiten
    • Kleine Betriebe unter 15 ha
    • Streuobstflächen
    • Kleine Flächen > 20 Ar
  • Andere Verfahren mit vergleichbar geringen Ammoniakemissionen
    • Dünne Güllen oder Jauchen < 2 % TM-Gehalt
    • mit Wasser verdünnte Rindergülle < 4,6 % TM-Gehalt
    • Ansäuerung wenn pH-Wert < 6,4

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