Preisgericht für den Architektenwettbewerb zum Neubau der Edith-Stein-Schule tagte am 31.01.2022

Großer Baustein des Schulbauprogramms 2020 – 2040 ist der Neubau der Edith-Stein-Schule mit Integration der Bereiche des Ernährungszentrums am Standort Bad Waldsee sowie der Fachschule für Landwirtschaft Ravensburg auf dem Areal zwischen der Ulmer Straße und der Schützenstraße. Am Montag, 31.01.2022 tagte das Preisgericht, das nach intensiven Beratungen den Entwurf des Architektenbüros Muffler aus Tuttlingen als Gewinner festlegte. Im Rahmen einer virtuellen Ausstellung können Interessierte neben den Gewinnern alle eingereichten Entwürfe besichtigen. Hier geht es direkt zur Ausstellung.

Das Preisgericht, das aus 17 Personen bestand, hat seine Entscheidung für den Gewinnerentwurf, aber auch den zweiten und dritten Platz des Wettbewerbs, einstimmig gefällt. An dem Architektenwettbewerb nahmen 30 Planungsbüros teil. Davon hat der Landkreis als Auslober sieben Teilnehmer gesetzt. Die teilnehmenden Büros hatten rund drei Monate Zeit die geforderten Unterlagen sowie ein Modell des Entwurfs zu erstellen und einzureichen. Anschließend wurde vom wettbewerbsbetreuenden Büro die Vorprüfung der 25 abgegebenen Entwürfe hinsichtlich formaler und inhaltlicher Vorgaben der Auslobung vorgenommen, bevor das Preisgericht die Gewinner des Architektenwettbewerbs ermittelte.

Mit dem Neubau der Edith-Stein-Schule auf dem 2,09 Hektar großen Planungsgebiet eröffnet sich eine einmalige Chance: Ziel des Wettbewerbs war es auf dem Grundstück der Schützenstraße sowohl in architektonischer, ökologischer als auch pädagogischer Hinsicht eine nachhaltige Schule für die Zukunft zu errichten. Für das Schulareal, in diesem Fall explizit die Edith-Stein-Schule, sollte eine architektonisch qualitätsvolle und für moderne Unterrichtsformen funktionale Gebäudestruktur erreicht werden. Der Entwurf des Architektenbüros Muffler Architekten PartG mbB mit den Verfassern Dipl. Ing. Michael Muffler und Dipl. Ing. FH Heidrun Muffler sieht drei Komplexe dafür vor, sodass die Schule nicht wie ein Klotz wirkt und das Tageslicht gut einfällt. Als Wettbewerbsgrundlage wurde der vom Landkreis Ravensburg ausgearbeitete „Leitfaden für nachhaltiges Bauen“ definiert. Hierfür wurden die einzuhaltenden Kriterien und Zielsetzungen schon in den Auslobungsunterlagen zum Wettbewerb vorgegeben. So beraumt der Gewinnerentwurf eine nachhaltige Hybridbauweise an mit viele Holzanteilen und etwas Beton.

Raumprogramm und Synergien

Im Rahmen der Entwicklung des Raum- und Funktionsprogrammes für den Neubau der Edith-Stein-Schule wurde die Integration des Ernährungszentrums Oberschwaben in Bad Waldsee und der Fachschule für Landwirtschaft in Ravensburg untersucht.  Die drei Schulen weisen hohe Synergien und Gemeinsamkeiten beim Bedarf von Räumen, Ausstattung und Funktionalität auf.
 
Durch den örtlichen und baulichen Zusammenschluss sollen diese Synergieeffekte in räumlicher und funktionaler Hinsicht optimal genutzt werden. Basierend auf diesen Voruntersuchungen wurde ein Raumprogramm mit einer Fläche von ca. 8.256 Quadratmetern Nutzfläche für voraussichtlich etwa 874 Schülerinnen und Schüler entwickelt.

Nachhaltigkeit und Holzbau

Für die Planung und Errichtung der neuen Edith-Stein-Schule wurde der vom Landkreis Ravensburg ausgearbeitete „Leitfaden für nachhaltiges Bauen“ (LNB RV) als Wettbewerbsgrundlage definiert. Hierfür wurden die einzuhaltenden Kriterien und Zielsetzungen schon in den Auslobungsunterlagen zum Wettbewerb vorgegeben. Die Zielpunktzahl wurde auf 750 Punkte von 1.000 möglichen Punkten festgelegt, welche für den Neubau der Schule eine anspruchsvolle, aber zu erreichende Anforderung darstellt. In der Vorprüfung der Wettbewerbsergebnisse wurde neben den üblichen Bewertungskriterien besonders das Thema Nachhaltigkeit berücksichtigt. Außerdem wurde im Kreistag vorgeschlagen und beschlossen, den Neubau der Edith-Stein-Schule in Holz- oder Holzhybridbauweise zu realisieren.

Neben den baubiologisch, bauphysikalischen und bauökologischen Vorteilen könnte sich auch ein hoher Vorfertigungsgrad für den Neubau der Schule zur Optimierung der Bauzeit auswirken. Vor allem aber leistet ein Holzbau einen großen Beitrag zum Klimaschutz, positiver Lernatmosphäre und Schallschutz. Das Klima in den Klassen ist durch den Holzbau entspannter, ruhiger und konzentrationsfördernder.

(Erstellt am 04. Februar 2022)

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