Gewässer, Hochwasser, Wasserkraft

Kontakt Sachgebiet Oberflächengewässer, Gewässerökologie, Hochwasserschutz
Kreishaus II
Gartenstraße 107
88212 Ravensburg
Tel.: 0751 / 85-4240
Fax: 0751 / 85-4205
E-Mail:

Anbindung ÖPNV: 
Linie 1, 2, 3, 5, 10, 20, 30, 31, 7573
Haltestelle "Kraftwerk"

Sprechzeiten:

Montag - Mittwoch
08.00 - 12.00 Uhr
13.30 - 15.30 Uhr

Donnerstag
08.00 - 12.00 Uhr
13.30 - 17.30 Uhr

Freitag
08.00 - 12.00 Uhr

und nach Vereinbarung

Untere Wasserbehörde

Das Sachgebiet Oberflächengewässer, Gewässerökologie, Hochwasserschutz ist als untere Wasserbehörde für fachliche und rechtliche Fragen auf dem Gebiet der Gewässeraufsicht, Gewässerökologie, Gewässerentwicklung, Hochwasserschutz, Ausbau und Renaturierung von Gewässern, Wasserentnahmen und -einleitungen, Wasserkraftanlagen, Fischteiche etc. zuständig. Erforderliche Rechtsverfahren (Plangenehmigungen, Planfeststellungsverfahren) werden hier durchgeführt sowie Kommunen und private Antragssteller in wasserwirtschaftlichen Fragen beraten.

Die Gewässer in Baden-Württemberg werden in Gewässer I. und II. Ordnung eingeteilt. Für die Unterhaltung von Gewässern I. Ordnung ist das Land, für die Unterhaltung von Gewässern II. Ordnung sind die Gemeinden zuständig. Im Landkreis Ravensburg sind die Gewässer Obere und Untere Argen, die Schussen ab der Einmündung der Wolfegger Ach und die Eschach–Nibel- Aitrach als Gewässer I. Ordnung eingestuft.

Hier finden Sie das aktuelle Wasserrecht des Bundes und des Landes:
Wassergesetz des Bundes 
Wassergesetz Baden-Württemberg 

Aufgabenbereiche

Hochwasserschutz
Hochwassergefahren sind oft nicht leicht erkennbar, insbesondere dann, wenn das letzte Hochwasserereignis lange zurückliegt und in Vergessenheit geraten ist.

Das Land Baden-Württemberg hat den Hochwasserschutz zu einem Schwerpunktthema für die nächsten Jahre erklärt und verfolgt eine Hochwasserstrategie, die aus folgenden drei Säulen besteht:

  • Hochwasserflächenmanagement (Flächenvorsorge, Wasserrückhalt in der Fläche)
  • Hochwasservorsorge (Bauvorsorge, Verhaltensvorsorge, Risikovorsorge)
  • Technischer Hochwasserschutz (Hochwasserrückhaltebecken, Gewässerausbau, Objektschutz).

Das Land erstellt gemeinsam mit den Kommunen für alle relevanten Gewässer Hochwassergefahrenkarten. Darin wird die räumliche Ausdehnung von Hochwasserereignissen dargestellt. Diese Karten werden bei den Wasserbehörden und den Gemeinden ausgelegt und im Internet veröffentlicht.

Informationen über Überflutungsflächen, Überschwemmungsgebiete und Hochwassergefahrenkarten im Landkreis Ravensburg erhalten Sie beim Sachgebiet Oberflächengewässer, Gewässerökologie, Hochwasserschutz.

Bei Hochwassergefahr ist der schnelle Zugriff auf Hochwasserdaten erforderlich. Die aktuellen Daten der einzelnen Messpegel sind bei der Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg abrufbar.

Allgemeine Informationen zum Thema Hochwasserschutz finden Sie hier:

Kontakt:
Tel.: 0751 / 85-4240  oder 0751 / 85-4251 oder 0751 / 85-4246 oder 0751 / 85-4253

Gewässerentwicklung
Fließgewässer und ihre Auen sind bedeutende Lebensräume unserer Landschaft. Sie werden aufgrund ihrer vernetzenden Eigenschaften zu Recht als Lebensadern bezeichnet. Die hohe ökologische Wertigkeit von Fließgewässern und ihre vielfältigen Wechselbeziehungen mit der sie umgebenden Landschaft sind oftmals eingeschränkt.
Die Gewässerentwicklung hat das Wiederherstellen naturnaher Gewässer als funktionsfähige Fließgewässer-Ökosysteme zum Ziel. Dazu zählen die

  • naturnahe Regelung des Wasserhaushalts und des Abflussgeschehens
  • Erhaltung bzw. Wiederherstellung naturnaher Gewässerstrukturen
  • Reinhaltung der Gewässer bzw. Verbesserung der Gewässergüte.

Im Landkreis Ravensburg sind für über 700 km Gewässerstrecke Pläne zu deren naturnaher Entwicklung erstellt worden. Informationen und Auskünfte zu den Gewässerentwicklungsplänen erhalten Sie beim Sachgebiet Oberflächengewässer, Gewässerökologie, Hochwasserschutz.
Informationen zum Aktionsprogramm zur Sanierung oberschwäbischer Seen erhalten Sie unter www.seenprogramm.de

Kontakt:
Tel.: 0751 / 85-4251 oder 0751 / 85-4258 oder 0751 / 85-4246

Gewässerausbau/Renaturierungen
Unter den Gewässerausbau fallen die Verlegung oder der Ausbau von Gewässern im Zuge von Renaturierungs- oder Hochwasserschutzmaßnahmen, die Herstellung von Hochwasserschutzbauwerken und der Bau von Dämmen.
Ziel bei sämtlichen Gewässerausbauten ist eine möglichst naturnahe Gestaltung der Sohle und der Böschungen. Gewässerausbaumaßnahmen benötigen eine Plangenehmigung bzw. Planfeststellung.

Gewässerunterhaltung
Die Gewässerunterhaltung an der Oberen und Unteren Argen, Eschach – Nibel - Aitrach und Schussen ab Einmündung Wolfegger Ach (Gewässer 1. Ordnung) ist Aufgabe des Landes. Sie wird vom Landesbetrieb Gewässer des Regierungspräsidiums Tübingen wahr genommen. Für die Unterhaltung aller anderen Gewässer sind die Gemeinden zuständig. Die Gewässerunterhaltung ist eine öffentliche-rechtliche Verpflichtung. Sie begründet keinen Rechtsanspruch gegen die Träger der Unterhaltungslast.

Tipps und Informationen für Gewässeranlieger ((3,596 MB))
Merkblatt: Natur- und Umweltschutz, Merkblatt für Landwirte ((138,6 KB))

Kontakt:
Telefon: 0751 / 85-4251  oder 0751 / 85-4258 oder 0751 / 85-4246

Wasserkraftnutzung

Die Wasserkraft ist eine der wichtigsten erneuerbaren Energiequellen. Neben der Nutzung der Windkraft und der Sonnenenergie ist es die einzige Möglichkeit, aus regenerativen Energiequellen Strom ohne Emissionen zu erzeugen. Allerdings können Wasserkraftanlagen den Lebensraum Gewässer erheblich beeinflussen, insbesondere wenn es sich um kleine Gewässer handelt. Bei der Zulassung bedarf es deshalb einer sorgfältigen Abwägung der betroffenen Interessen.

Wasserkraft in Baden-Württemberg
Wasserkraftpotenziale
Förderprogramm Kleine Wasserkraft Baden-Württemberg

Kontakt:
Tel.: 0751 / 85-4251  oder 0751 / 85-4241 oder 0751 / 85-4250

Gewässerrandstreifen
Der Gewässerrandstreifen dient der Erhaltung und Verbesserung der ökologischen Funktionen oberirdischer Gewässer, der Wasserspeicherung, der Sicherung des Wasserabflusses sowie der Verminderung von Stoffeinträgen aus diffusen Quellen. Deshalb sind diese Bereiche besonders geschützt.
 
Rechtsgrundlagen:
·   § 29 Wassergesetz für Baden- Württemberg
·   § 38 Wasserhaushaltsgesetz
 
Im Außenbereich umfasst der Gewässerrandstreifen für alle Gewässer I. und II. Ordnung eine Breite von 10 m beidseitig. Im Innenbereich wurde mit dem neuen Wassergesetz ein 5 m breiter Gewässerrandstreifen festgesetzt.
Bei Gewässern mit ausgeprägter Böschungsoberkante gilt Gewässerrandstreifen ab Böschungsoberkante, ansonsten bemisst sich der Gewässerrandstreifen ab der Linie des Mittelwasserstandes.
Ausgenommen sind Gewässer von wasserwirtschaftlich untergeordneter Bedeutung.

Im Gewässerrandstreifen sind unter anderem

  • Der Umbruch von Grünland und die Errichtung von baulichen und sonstigen Anlagen verboten, soweit sie nicht standortgebunden oder wasserwirtschaftlich erforderlich sind.
  • Bäume und Sträucher zu erhalten, soweit die Beseitigung nicht für den Ausbau oder die Unterhaltung der Gewässer, zur Pflege des Bestandes oder zur Gefahrenabwehr erforderlich ist. Für Neupflanzungen dürfen nur standortgerechte Gehölze verwendet werden.
  • Höhenmäßige Geländeveränderungen und Befestigungen verboten. Ebenso darf diese Fläche nicht zur Lagerung von Materialien aller Art (z. B. Kompost, Reißig, Siloballen, Holzlager, etc.) verwendet werden.
  • In einem Bereich von 5 Metern der Einsatz und die Lagerung von Dünge- und Pflanzenschutzmittel verboten (seit 01.01.2014).
Beispiel: Geltungsbereich für Düngeverbot ab dem 01.01.2014

Als grundsätzliche Orientierung aller Gewässer I. und II. Ordnung, für die ein Gewässerrandstreifen gilt, dient das Allgemeine wasserwirtschaftlichen Gewässernetz (AWGN). Als Gewässer von untergeordneter Bedeutung gelten zunächst alle Gewässer, die nicht im AWGN erfasst sind. Abweichungen von dieser Reglung sind in Einzelfällen möglich. Die Entscheidung im Einzelfall trifft die Untere Wasserbehörde.
Da das AWGN außerdem immer wieder anlassbezogen in regelmäßigen Abständen aktualisiert und fortgeführt wird, empfehlen wir einen regelmäßigen Blick in das AWGN.  
 
Das AWGN ist auf der Homepage der Landesanstalt für Umweltschutz (LUBW) erfasst und kann dort von jedermann aufgerufen werden. 

AWGN-Kartendienst
Informationen zu Gewässerrandstreifen
Gewässerrandstreifen in Baden-Württemberg - Anforderungen und praktische Umsetzung für die Landwirtschaft ((721,7 KB))

Kontakt:
Tel.: 0751 / 85-4258  oder 0751 / 85-4246

Nutzung von Wasser aus Fließgewässern
Für das Entnehmen und Ableiten von Wasser für die Bewässerung für landwirtschaftliche Zwecke, zur Gartenbewässerung und zur Speisung von Fischteichen ist eine  wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich.

Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen ((219,5 KB))

Kontakt:
Tel.: 0751 / 85-4251  oder 0751 / 85-4258 oder 0751 / 85-4246 oder 85-4241

Wasserrahmenrichtlinie
Die EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) ist am 22.12.2000 in Kraft getreten und bildet den Ordnungsrahmen zum Schutz aller Gewässer, sowohl der Oberflächengewässer als auch des Grundwassers. Vorrangige Ziele sind die Herstellung eines guten ökologischen und chemischen Zustands der oberirdischen Gewässer und die Schaffung eines guten chemischen und quantitativen Zustands des Grundwassers.
Für die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie wurde von den Regierungspräsidien eine Bestandsaufnahme der Gewässer durchgeführt. Mit der Öffentlichkeitsbeteiligung sind Gemeinden und Bürger aufgefordert, aktiv an den wasserwirtschaftlichen Planungen mit Maßnahmenvorschlägen zur Aufstellung von Bewirtschaftungsplänen mitzuwirken. 

Informationen zum Thema WRRL

Kontakt:
Tel.: 0751 / 85-4240  oder 0751 / 85-4251