Sachgebiet Abwasser, Grundwasser und Abbauvorhaben

Kontakt Sachgebiet Abwasser, Grundwasser und Abbauvorhaben
Kreishaus II
Gartenstraße 107
88212 Ravensburg
Tel.: 0751 / 85-4260
Fax: 0751 / 85-4205
E-Mail:

Anbindung ÖPNV: 
Linie 1, 2, 3, 5, 10, 20, 30, 31, 7573
Haltestelle "Kraftwerk"

Sprechzeiten:

Montag - Mittwoch
08.00 - 12.00 Uhr
13.30 - 15.30 Uhr

Donnerstag
08.00 - 12.00 Uhr
13.30 - 17.30 Uhr

Freitag
08.00 - 12.00 Uhr

und nach Vereinbarung

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sachgebiet beraten Bürger und Gemeinden in allen Belangen der Abwasser- und Regenwasserentsorgung sowie in Fragen des Gewässerschutzes, des Grund-wasserschutzes und der Wasserversorgung in technischer und rechtlicher Hinsicht. Sie überwachen die privaten und kommunalen Abwasseranlagen sowie die Wasserschutzgebiete; bei Vorfällen mit wassergefährdenden Stoffen trifft es die notwendigen Anordnungen zur Sanierung des Schadensortes. Da die Nutzung von Wasser nur auf der Grundlage einer wasserrechtlichen Zulassung erlaubt ist, führt das Sachgebiet die Rechtsverfahren durch und berät die Antragsteller. Weiterhin werden fachtechnische und rechtliche Aufgaben bei Vorhaben zum Abbau von Kies, Sand oder Torf mit allen Betriebsanlagen bearbeitet.

Hier finden Sie das aktuelle Wasserrecht des Bundes und des Landes:
Wasserhaushaltsgesetz und Wassergesetz

Themengebiete

Gewässerschutz
Die EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) ist am 22.12.2000 in Kraft getreten und bildet den Ordnungsrahmen zum Schutz aller Gewässer sowohl der Oberflächengewässer als auch des Grundwassers. Vorrangige Ziele sind die Herstellung eines guten ökologischen und chemischen Zustands der oberirdischen Gewässer und die Schaffung eins guten chemischen und quantitativen Zustandes des Grundwassers unter Beachtung einer Trendumkehr bei zunehmender Verschmutzung.

Auf der Homepage des Umweltministeriums Baden-Württemberg erhalten Sie mehr Informationen zum Thema WRRL.

Abwasserentsorgung durch Städte und Gemeinden
Im Sachgebiet werden die kommunalen Kläranlagen und Regenüberlaufbecken der Gemeinden wasserrechtlich zugelassen und überwacht. Die Kläranlagen werden darüber hinaus im Auftrag des Landratsamtes durch ein Labor beprobt.

Die Abwasserverordnung ((52,6 KB))konkretisiert die Mindestanforderungen an Abwassereinleitungen. Sie definiert somit die "Regeln der Technik" und ist Grundlage für Wasserrechtsentscheidungen.
Bei empfindlichen Gewässern und im Bodenseeeinzugsgebiet können höhere Anforderungen an die Reinigungsleistung der Kläranlagen gestellt werden.

Bodenseerichtlinie

Die Kontrollpflichten für Betreiber von Abwasseranlagen regelt die Eigenkontrollverordnung.

Kontakt:
Tel.:  0751 / 85-4266 oder  0751 / 85-4267

Abwasserentsorgung von Privatpersonen
Die Abwasserbeseitigung obliegt den Gemeinden. Das Abwasser ist von demjenigen, bei dem es anfällt, dem Beseitigungspflichtigen zu überlassen. Die Gemeinde regelt durch Satzung (Abwasserkonzeption) in welcher Form Abwasser anfällt, gesammelt und den Abwasserbehandlungsanlagen zugeführt wird.
Falls Sie dazu Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihre Stadt-/Gemeindeverwaltung.

Im Umweltamt werden im Zuge der dezentralen Abwasserbeseitigung über 700 biologische Kleinkläranlagen überwacht. Die Kleinkläranlagen werden durch ein chemisches Labor im Auftrag des Landratsamtes regelmäßig beprobt.

Bei Fragen zur Erteilung einer wasserrechtlichen Erlaubnis zur Einleitung von gereinigtem Abwasser in Gewässer setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

Informationen über Planung, Bau und Betrieb von Pflanzenkläranlagen ("Bodenfilteranlagen")

Weitere Informationen zum Thema "Bodenfilter" erhalten Sie auf der Homepage der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg.

Kontakt:
Tel.: 0751/85-4264

Regenwasserableitung
Der Gesetzgeber verlangt seit 1998 die sogenannte "dezentrale Regenwasserableitung". Darunter versteht man die Versickerung des Regenwassers über eine belebte Bodenschicht bzw. die verzögerte Ableitung über ein Retentionsbecken in ein Gewässer.

Die Niederschlagswasserverordnung regelt die Pflicht zur Regenwasserversickerung bzw. zur dezentralen Einleitung in ein Gewässer. Das Sachgebiet Gewässer- und Grundwasserschutz ist zuständig für die Prüfung der Regenwasserableitung aus neuen Baugebieten im Hinblick auf eine gepufferte, d.h. verzögerte Ableitung ins Gewässer.

Niederschlagswasserbeseitigung im Baugesuch - eine Information für Bauherren, Gemeinden und Planer ((2,845 MB))

Bodenfilter können den Regenabfluss von befestigten Siedlungsflächen reinigen. Wird eine Siedlungsfläche im Trennsystem entwässert, werden sie eingesetzt, um weitergehende Anforderungen an die Regenwasserbehandlung zu erfüllen. Im Mischsystem muss der Teil des Mischwassers, der aus technischen Gründen nicht zur Kläranlage geleitet werden kann, in ein Gewässer entlastet werden. Bodenfilter können dazu eingesetzt werden, einen Teil des zur Entlastung anstehenden Mischwassers zu reinigen. Eine solche Ergänzung der konventionellen Anlagen zur Mischwasserbehandlung kann zur Erfüllung von weitergehenden Anforderungen zweckmäßig sein. 

Kontakt bei technischen Fragen:
Tel.:  0751 / 85-4266 oder 0751 / 85-4267
Kontakt bei rechtlichen Fragen:
Tel.: 0751 / 85-4263 oder 0751 / 85-4265

Grundwasser
In Baden-Württemberg werden etwa 75 % des Trinkwassers aus Grundwasser gewonnen. Die Beschaffenheit und die zur Verfügung stehende Menge des Grundwassers sind daher wichtige Informationen für die Trinkwasserversorgung. Nach Möglichkeit soll das Grundwasser ohne aufwändige Aufbereitung für die Trinkwasserversorgung zur Verfügung stehen. Die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW) betreibt das landesweite Messnetz zur Grundwasserüberwachung.

Mehr Informationen zum Thema „Grundwasser“

Nutzung von Grundwasser zur Wasserversorgung
Wegen der überragenden Bedeutung der Ressource Grundwasser als wesentliche Lebensgrundlage berechtigt das Grundeigentum nicht zu einer erlaubnispflichtigen Grundwasserbenutzung. Es ist deshalb dem Ordnungsrahmen des Wasserhaushaltsgesetzes und des Wassergesetzes für Baden-Württemberg unterstellt. Dabei wird der Grundwasserentnahme für die öffentliche Wasserversorgung Vorrang eingeräumt.
Die Städte und Gemeinden im Landkreis Ravensburg stellen den Trinkwasserbedarf zu 100 % aus Grund- und Quellwasser bereit. Für die hierfür erforderliche Erteilung einer wasserrechtlichen Erlaubnis ist das Landratsamt Ravensburg als Untere Wasserbehörde zuständig.

Bedingt durch die im Landkreis teilweise vorhandene Streusiedlungsstruktur ist die öffentliche Wasserversorgung nicht überall ausgebaut. Die hier zur Wasserversorgung benötigten Entnahmen aus Einzelwasserversorgungen stellen erlaubnisfreie Benutzungen dar, wenn die Entnahme für einen Haushalt, für den landwirtschaftlichen Betrieb, für das Tränken von Vieh außerhalb des Hofbetriebs oder in geringen Mengen zu einem vorübergehenden Zweck stattfindet. Damit können auch sonstige kleinere, kurzfristige Grundwasserbenutzungen (Bauwasserhaltungen usw.) evtl. gestattungsfrei durchgeführt werden.

Kontakt:
Tel.: 0751/85-4269 oder 0751/85-4270

Wasserschutzgebiete
Grundwasser ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Naturhaushalts und eine wesentliche Ressource für die Trinkwassergewinnung. Die Trinkwasserversorgung hat ein naturbelassenes Grundwasser als Vorbild. Verunreinigtes Grundwasser kann, wenn überhaupt, nur mit unverhältnismäßig großem Aufwand saniert werden. Dem vorsorgenden, nachhaltigen Grundwasserschutz kommt deshalb eine herausragende Bedeutung zu. Um dauerhaft eine Beeinträchtigung des Grundwassers zu vermeiden und Restrisiken zu vermindern erfordert das Wohl der Allgemeinheit die Festsetzung von Wasserschutzgebieten. Die Schutzgebietsverordnungen beinhalten Einschränkungen und Verbote bei Siedlungstätigkeiten im Einzugsgebiet einer Grundwasserfassung. Hinsichtlich der Schutzbestimmungen bei der landwirtschaftlichen Nutzung werden die Wasserschutzgebiete nach Belastung mit Nitrat und Pflanzenschutzmitteln in Normal-, Problem- und Sanierungsgebiete eingeteilt.

Kartenangebot der LUBW

Informationen zur Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen in Wasserschutzgebieten erhalten Sie bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landratsamtes Ravensburg

Landwirtschaftsamt unter Telefon 0751/85-6133

Umweltamt unter Telefon 0751/85-4269  oder -4270

Die Schutzgebietsverordnungen und die Schutzgebietskarten können beim Landratsamt Ravensburg und bei den betroffenen Gemeinden eingesehen werden.

Gewässerverunreinigungen, Fischsterben
Die Mitarbeiter beraten Privatpersonen, Gemeinden und die Polizei in allen Fragen der Gewässerverunreinigungen, bei Fischsterben und Vorfällen mit wassergefährdenden Stoffen.

Bei Vorfällen mit wassergefährdenden Stoffen (Mineralöl, Kraftstoffe, landwirtschaftliche Abgänge) sind schnelle und wirksame Maßnahmen zum Schutz des Grundwassers und Bodens sowie der oberirdischen Gewässer oft unerlässlich. Die effiziente Durchführung der erforderlichen Maßnahmen wird von der Rufbereitschaft Umwelt des Landratsamtes koordiniert. Die Rufbereitschaft Umwelt erreichen Sie tagsüber unter Telefon 0751/85-4268.

Bei Vorfällen mit wassergefährdenden Stoffen können Sie aber auch jederzeit (nachts oder an Wochenenden) die nächste Polizeidienststelle oder die Leitstelle Oberschwaben anrufen unter Telefon 0751/50915-100. Diese informieren dann den diensthabenden Mitarbeiter der Rufbereitschaft Umwelt.

Kontakt:
Tel.: 0751/85-4268

Geothermie
Baden-Württemberg setzt im Interesse des Klimaschutzes und zur Schonung fossiler Energieträger auf die verstärkte Nutzung regenativer Energien. Dabei soll auch das Potential der Erdwärme verstärkt genutzt werden. Als Information zur Nutzung der oberflächennahen Erdwärme hat das Umweltministerium Baden-Württemberg eine Internetseite Erdwärme in Baden-Württemberg eingerichtet.

Nutzung von Erdwärme durch Erdsonden
Im Landkreis Ravensburg steht die Erschließung von Erdwärme mittels Erdwärmesonden in vertikalen Bohrungen von bis zu 150 m Tiefe im Vordergrund. Jedes Vorhaben zur Erdwärmenutzung mittels Erdwärmesonden ist beim Landratsamt Ravensburg (Umweltamt) und beim Regierungspräsidium Freiburg, Abt. 9, Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg, anzuzeigen. Das Landratsamt hat bei der zulassungsrechtlichen Beurteilung Schäden und Beeinträchtigungen des Grundwassers insbesondere in Wasserschutzgebieten abzuwenden. So sind Erdwärmesonden in den Schutzzonen II, III und III A von Wasserschutzgebieten grundsätzlich verboten. Bei grundstücksübergreifenden Vorhaben und bei Bohrungen über 100 m Tiefe sind neben dem Wasserrecht die bergrechtlichen Vorschriften zu beachten.

Kontakt:
Tel.: 0751 / 85-4270 oder 0751 / 85-4271

Nutzung des Grundwassers als Wärmequelle
Grundwasserwärmepumpen können dort eingesetzt werden, wo außerhalb von grundwassersensiblen Bereichen eine ausreichende Grundwassermenge oberflächennah ansteht. Die Ergiebigkeit und die Wasserqualität des Brunnens sollten im Vorfeld sorgfältig durch Pumpversuche ermittelt werden. Der Betrieb einer Grundwasserwärmepumpe stellt eine erlaubnispflichtige Grundwasserbenutzung dar, für die neben der Bohranzeige ein Antrag auf wasserrechtliche Erlaubnis beim Landratsamt Ravensburg (Umweltamt) zu stellen ist.

Kontakt:
Tel.: 0751 / 85-4270 oder 0751 / 85-4271

Umweltinformationssystem (UIS)
Im Landratsamt Ravensburg erfolgte in den letzten Jahren der kontinuierliche Aufbau eines digitalen Umweltinformationssystems (UIS). Mit einem UIS können Geodaten (z.B. digitale Flurstücke, Luftbilder und topografische Karten) mit digitalen Fachdaten (z.B. Naturschutzgebiete, Wasserschutzgebiete) ausgewertet werden. Das UIS wird im Bereich des Dezernats "Bauen und Umwelt" zur täglichen Sachbearbeitung herangezogen, um die unterschiedlichsten Fragestellungen zu lösen. So lässt sich z.B. erkennen, ob ein Flurstück innerhalb eines Wasserschutzgebietes liegt. Daraus folgend können beispielsweise mitunter die Möglichkeiten oder Anforderungen an die Nutzung von Geothermie (Erdwärme) geklärt werden.

Die Basis von UIS bilden die digitalen Fachdaten aus den Bereichen Naturschutz, Gewässerschutz, Grundwasserschutz/ Wasserversorgung, Altlasten und Denkmalschutz. Diese digitalen Fachdaten werden für projektbezogene Planungen auch an Ingenieurbüros, Landschaftsplaner und andere Interessenten gegeben.

Kontakt:
Tel.: 0751 / 85-4271  oder 0751 / 85-4254 oder 0751 / 85-4256

Abbauvorhaben (Kies, Sand, Torf)
Im Landkreis Ravensburg werden ca. 40 Abbaustellen für Kies und Sand und eine Abbaustelle für Torf betrieben. Jährlich werden ca. 1,2 Mio. m³ Kies und Sand abgebaut. Vorhaben im Trockenabbau bedürfen einer naturschutz- und baurechtlichen Genehmigung. Für Nassabbau- Vorhaben ist ein wasserrechtliches Planfeststellungsverfahren erforderlich.
Betriebsanlagen sind z. B. Kiesaufbereitungsanlagen, Bauschuttrecyclinganlagen und Asphaltmischanlagen. Für diese Anlagen sind immissionsschutzrechtliche Genehmigungen erforderlich. Gleichzeitig werden die wasserrechtlichen Tatbestände wie Grundwasserentnahmen, Wiederversickerung und die Oberflächenentwässerung genehmigt.

Stationäre Bauschuttrecyclinganlagen/ -lager
Wer im Landkreis Ravensburg eine stationäre Bauschuttrecyclinganlage/ -lager betreiben möchte, benötigt eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung.

Kontakt:
Tel.: 0751 / 85-4214 oder 0751/85-4263