Trockenheit, Hitze und Wasserentnahmen – eine gefährliche Kombination für unsere Gewässer

Kreis Ravensburg – Seit Wochen ächzt die Region unter hohen Temperaturen und jeder noch so kurze Regen wird sehnlichst erwartet. Für unsere schon im letzten Jahr schwer gebeutelten Gewässer ist die Kombination aus Hitze und fehlendem Regen noch
schwerwiegender. Auch ein kurzes Gewitter kann hier keine Abhilfe mehr schaffen.

Direkt und kurzfristig können wir auf das Wettergeschehen keinen Einfluss nehmen, doch unser eigenes Verhalten und den Umgang mit der Ressource und dem Lebensraum Wasser sollten wir besonders in den Sommermonaten kritisch prüfen.

Das Wasser unserer Flüsse und Seen gehört uns allen. Um Konflikte zu vermeiden, darf aber nicht jeder unbegrenzt darüber verfügen. Grundsätzlich müssen Nutzungen wie beispielsweise Wasserentnahmen daher genehmigt werden. Lediglich kleinere Mengen dürfen, im Zuge des sogenannten Gemeingebrauchs, genehmigungsfrei mit Schöpfgeräten entnommen werden. Vor einem Jahr musste das Landratsamt Ravensburg diesen Gemeingebrauch zum Schutz der Gewässerlebewesen über mehrere Monate einschränken. Eine Maßnahme, die auch dieses Jahr immer wahrscheinlicher wird.

Zum jetzigen Zeitpunkt appelliert das Landratsamt Ravensburg noch eindringlich an die Bürger, auf Wasserentnahmen aus Flüssen und Seen zu verzichten und dringenden Bedarf über Regentonnen oder zur Not über das öffentliche Wassernetz zu bedienen. Die eine oder andere Blume wird vielleicht ihren Kopf hängen lassen, doch wenn Gewässer austrocknen, oder sich zu stark erwärmen, sterben Tiere!

Pressedienst Nr. 167
Pressestelle
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Ravensburg, den 26.07.2019