Startschuss für Digitalisierung der kreiseigenen Schulen - Landkreis erhält 4,5 Millionen Euro aus dem Digitalpakt

Kreis Ravensburg – Am vergangenen Dienstag fiel im Landratsamt der offizielle Startschuss für das Projekt „Digitalisierung von Schule und Unterricht“ an den kreiseigenen Schulen. Wie das Landratsamt mitteilt, erwartet der Kreis als Schulträger rund 4,5 Millionen Euro aus dem Förderprogramm Digitalpakt Schule, den Bund und Länder im Mai dieses Jahres aufgelegt haben.

Eine jüngst unter Leitung von Claudia Rossmann ins Leben gerufene Projektgruppe im Landratsamt hat nun den Auftrag erhalten, konkrete Maßnahmen im Sinne der Förderrichtlinien zu planen und umzusetzen – jeweils in enger Abstimmung mit den schulischen Einrichtungen. Ein eigens gegründeter Lenkungsausschuss hat der Projektgruppe nun grünes Licht für den konzertierten Prozess erteilt. Dem Steuerungsgremium gehören neben der stellvertretenden Landrätin Eva-Maria Meschenmoser, Schuldezernent Franz Baur und Verwaltungsdezernent Joachim Simon weiterhin Peter Greiner als Geschäftsführender Schulleiter der beruflichen Schulen im Kreis und der Leiter des Kreismedienzentrums, Sebastian Frey, an.
Sowohl die fünf beruflichen Schulen als auch die beiden sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren setzen bereits digitale Medien im Unterricht ein, so das Landratsamt. Man starte bei der Digitalisierung daher keinesfalls „bei Null“, schreibt dazu das Landratsamt in seiner Pressemitteilung. Vielmehr gehe es darum, die Einsatz- und Leistungsfähigkeit der digitalen Infrastruktur zu stärken und damit die Voraussetzungen für den Einsatz digitaler Medien im Unterricht deutlich zu verbessern. So soll mit Hilfe der Fördermittel innerhalb der nächsten fünf Jahre jedes Klassenzimmer mit schnellem, leistungsfähigem Internet versorgt und zudem umfangreich in die medientechnische Ausstattung investiert werden.
Wesentliche Voraussetzung für den Erhalt der Zuschüsse aus dem Digitalpakt ist laut Pressemitteilung zum einen, dass sich der Landkreis mit einem Eigenanteil in Höhe von 20 Prozent an den Ausgaben beteiligt. Zum anderen hat jede Schule einen sogenannten Medienentwicklungsplan zu erstellen, in dem sie den vorgesehenen Einsatz der Ressourcen darlegt. Die Erarbeitung dieser pädagogisch wie technisch angelegten Konzepte wird durch das Institut für Bildungsconsulting der Pädagogischen Hochschule Weingarten wissenschaftlich begleitet.

Pressedienst Nr. 241
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Ravensburg, den 11.11.2019