Brexit hat Auswirkung auf Gültigkeit der britischen Fahrerlaubnis in Deutschland – Landratsamt empfiehlt Umtausch in einen deutschen Führerschein noch vor dem Brexit

Kreis Ravensburg – Mit dem Brexit – dem Austritt Großbritanniens aus der EU – ändern sich auch im Bereich der Fahrerlaubnis die Regelungen für Inhaber von britischen Führerscheinen mit ordentlichem Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland.

Da Fahrerlaubnisse aus anderen EU-Staaten in Deutschland vollumfänglich anerkannt werden, war der Umtausch eines britischen Führerscheins bei einer deutschen Fahrerlaubnisbehörde bislang nicht notwendig. Bei Führerscheinen aus Drittstaaten gelten andere Regelungen: Hier berechtigt der ausländische Führerschein nur innerhalb der ersten sechs Monate nach Begründung eines ordentlichen Wohnsitzes in der Bundesrepublik zum Fahren. Innerhalb dieser sechsmonatigen Frist ist der Führerschein in einen deutschen Führerschein umzuschreiben. Durch den Brexit gilt dies künftig auch für britische Fahrerlaubnisse. Für alle Personen, die zum Zeitpunkt des Brexit bereits ihren ordentlichen Wohnsitz in Deutschland haben, beginnt die sechsmonatige Frist mit dem Austrittsdatum. Im Rahmen der Umschreibung werden dann unter anderem eine theoretische und praktische Prüfung erforderlich. Das Landratsamt empfiehlt daher, dass Inhaber von britischen Führerscheinen, die aktuell bereits ihren ordentlichen Wohnsitz in der Bundesrepublik haben, diesen noch vor dem Brexit beim Bürgerbüro des Landratsamtes in einen deutschen Führerschein umtauschen.

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Ravensburg, den 15.02.2019