Aktionsprogramm zur Sanierung oberschwäbischer Seen wird um weitere fünf Jahre verlängert

Kreis Ravensburg - Regierungspräsident Klaus Tappeser und Landrat Harald Sievers haben am 8. Juli feierlich auf Schloss Achberg die Vereinbarung zur Weiterführung des Aktionsprogramms zur Sanierung oberschwäbischer Seen unterzeichnet. Die neue Laufzeit beginnt am 1. September 2020 und endet am 31. August 2025.

„Das Seenprogramm ist heute wichtiger denn je“, bekräftigen Regierungspräsident Klaus Tappeser und Landrat Harald Sievers. Weiterhin sind alle 47 Städte und Gemeinden und die Landkreise Ravensburg, Biberach, Sigmaringen und der Bodenseekreis am Programm beteiligt. Insgesamt werden 96 Seen und Weiher betreut. „Dass alle beteiligten Landkreise, Städte und Gemeinden auch unter den derzeitigen Bedingungen weiterhin im Boot bleiben, ist ein Zeichen für die hohe Akzeptanz des Seenprogramms“, lobt Minister Untersteller und bedankt sich für die weitere Unterstützung.
„Vor über 30 Jahren wurde das Aktionsprogramm zur Sanierung oberschwäbischer Seen ins Leben gerufen. Ein Umweltprogramm, das mit seiner interdisziplinären Ausrichtung einen Glücksfall für den Erhalt der Stillgewässer in Oberschwaben darstellt“, betonte Regierungspräsident Klaus Tappeser.
Mit dem Seenprogramm wurde bereits 10 Jahre vor Inkrafttreten der EU-Wasserrahmenrichtlinie eine Vorgehensweise gewählt, die das gesamte Einzugsgebiet und verschiedene Handlungsfelder betrachtet und Maßnahmen umsetzt. Geradezu prägend für die Landschaft Oberschwabens und des Allgäus sind die zahlreichen Seen und Weiher dieser Region. Neben ihrer historischen Bedeutung sind sie für zahlreiche, oftmals gefährdete Tier- und Pflanzenarten Lebensraum und sie dienen den Gemeinden für die Naherholung und den Tourismus. „Das Aktionsprogramm ist schon aus diesem Grund ein Glücksfall für Oberschwaben. Die interdisziplinäre Ausrichtung des Seenprogramms ist einer der wichtigsten Garanten für den Erfolg. Vor allem die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Fachverwaltungen, sowie der Gemeinden, Gewässereigentümer und der Fischereivereine hat wesentlich zum Erfolg des Programms beigetragen“, betonte Landrat Harald Sievers.
Zukünftig werden sich die Herausforderungen für den Gewässerschutz durch Intensivierungen in der Landwirtschaft, zunehmende Flächenverknappung und die Folgen des Klimawandels verschärfen. Das Aktionsprogramm zur Sanierung oberschwäbischer Seen startete deshalb im Februar 2020 ein Kooperationsprojekt mit der Landespflege Freiburg – Institut für Naturschutzökologie und Landschaftsmanagement, um dem entgegenzuwirken.

Pressedienst Nr. 93
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Ravensburg, den 08.07.2020