Vaterschaftsfeststellung

Jugendamt Ravensburg
Beistandschaft, Pflegschaft, Vormundschaft, Unterhaltsvorschuss
Kreishaus II
Gartenstraße 107
88212 Ravensburg
Tel.: 0751 / 85-3260 und -3270
Fax: 0751 / 85-773260 und -773270
E-Mail:

Anbindung ÖPNV

Linie 1, 3, 5, 20, 30, 31, 7534, 7573
Haltestelle "Polizeipräsidium"

Sprechzeiten:


Montag bis Freitag
08.00 - 12.00 Uhr

Montag bis Mittwoch
13.30 - 15.30 Uhr

Donnerstag
13.30 - 17.30 Uhr

und nach Vereinbarung

Jugendamt Wangen
Beistandschaft, Pflegschaft, Vormundschaft, Unterhaltsvorschuss
Liebigstraße 1
88239 Wangen
Tel.: 07522 / 996-3760
Fax: 07522 / 996-773760
E-Mail:

Sprechzeiten:

Montag bis Freitag
08.00 - 12.00 Uhr

Montag bis Mittwoch
13.30 - 15.30 Uhr

Donnerstag
13.30 - 17.30 Uhr

und nach Vereinbarung

Die Bedeutung der Vaterschaftsfeststellung

Wenn die Mutter zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes mit dem Vater nicht verheiratet ist, wird nach den gesetzlichen Bestimmungen die Vaterschaft erst dann rechtswirksam, wenn der Vater in öffentlicher Urkunde die Vaterschaft anerkennt oder wenn die Vaterschaft gerichtlich festgestellt wird. Andernfalls wird das Verwandtschaftsverhältnis zwischen Vater und Kind nicht rechtswirksam, woraus dem Kind erhebliche Nachteile erwachsen können.

Die Kenntnis der eigenen Abstammung ist für die Selbstsicherheit eines jeden Menschen von großer Bedeutung. Früher oder später wird das Kind wissen wollen, wer sein Vater ist.

Darüber hinaus erwirbt das Kind durch die wirksame Vaterschaftsfeststellung Unterhalts-, Erb- und Rentenansprüche gegenüber dem Vater. Falls für das Kind Sozialhilfe, Unterhaltsvorschuss oder andere Sozialleistungen beantragt werden, verlangen die leistenden Stellen Angaben zum Vater des Kindes.

Wenn die Eltern, obwohl nicht verheiratet, die elterliche Sorge gemeinsam ausüben wollen, was durch eine Sorgeerklärungsurkunde jederzeit möglich ist, muss die Vaterschaft ebenfalls vorher festgestellt sein. Im Übrigen kann das Kind erst nach der Vaterschaftsfeststellung den Nachnamen des Vaters erhalten.

Es empfiehlt sich, die Vaterschaft sofort nach der Geburt feststellen zu lassen, damit kein Unterhalt für die Vergangenheit verloren geht.

Man kann die Vaterschaft auch bereits vor der Geburt feststellen lassen.

Möglichkeiten der Vaterschaftsfeststellung

Die Vaterschaft zu einem Kind kann kostenlos bei jedem Jugendamt oder beim Standesamt, gegen Gebühr auch beim Notar, durch eine Urkunde anerkannt werden. Diese Anerkennung bedarf der urkundlichen Zustimmung der Mutter. Die Beurkundung ist schon vor der Geburt des Kindes möglich. Ist die Mutter oder der Vater minderjährig, so bedarf die Anerkennung bzw. die Zustimmung zur Vaterschaftsanerkennung auch der Zustimmung des gesetzlichen Vertreters.

Wenn der Vater des Kindes die Vaterschaft nicht anerkennt, kann die Mutter beim Familiengericht Klage auf Feststellung der Vaterschaft einreichen. Hierbei kann sie im Rahmen einer Beistandschaft auf die Unterstützung des zuständigen Jugendamts zurückgreifen.

Vaterschaftsanfechtung

Sofern an einem bestehenden Verwandtschaftsverhältnis zwischen Vater und Kind Zweifel bestehen, besteht die Möglichkeit, beim Familiengericht Klage auf Anfechtung der Vaterschaft einzureichen. Klageberechtigt sind die Mutter, der Vater und das Kind. Nach Eintritt der Volljährigkeit kann das Kind die Vaterschaft auch selbst anfechten, wenn der gesetzliche Vertreter die Vaterschaft nicht rechtzeitig angefochten hat. Die Klage ist in der Regel spätestens zwei Jahre nach Kenntnis der Umstände einzureichen, die gegen die Vaterschaft sprechen. Da die Eltern in diesem Verfahren aufgrund von Interessenkonflikten möglicherweise an der Vertretung des Kindes gehindert sind, kann diesem für die Dauer des Prozesses ein Ergänzungspfleger (Pflegschaften) bestellt werden.

Vaterschaftsfeststellung außerhalb der Anfechtung

Zur Klärung der Vaterschaft gibt es für die Eltern auch die Verpflichtung, einem Vaterschaftstest außerhalb der gerichtlichen Anfechtung zuzustimmen, wenn einer der Elternteile dies fordert. Damit soll die Möglichkeit geschaffen werden, eine Vaterschaft ohne sofortige Einschaltung des Familiengerichts zu prüfen.