Erfolgreicher Start für Modellprojekt Inklusionskonferenz im Landkreis Ravensburg

Diana E. Raedler, Dezernentin für Arbeit und Soziales, eröffnet die Inklusionskonferenz

Das Landratsamt hat am 11. März 2016 die erste von drei geplanten Inklusions-konferenzen im Kreis Ravensburg veranstaltet. Rund 40 Gäste folgten der Einladung in das Jobcenter in Weingarten, darunter Vertreter zahlreicher Einrichtungen und Verbände. Die Inklusionskonferenz ist Teil eines Baden-Württemberg weiten Modellprojekts, das zusammen mit Städten, Gemeinden und weiteren Akteuren im Landkreis die Ziele der UN-Behindertenrechts-Konvention umsetzen will.

„Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch – mit oder ohne Behinderung – überall dabei sein kann“, so Diana E. Raedler, Dezernentin für Arbeit und Soziales. Raedler sieht darin eine „gesamtgesellschaftliche Aufgabe und einen andauernden Prozess mit dem Ziel der Teilhabe und Chancengleichheit“. Das Modellprojekt Inklusionskonferenz soll die Gesellschaft sensibilisieren und Veränderungsprozesse auslösen. Zudem bietet es Menschen mit Behinderung eine neue Plattform für ihre Belange. Aus Kreismitteln stehen dafür 50.000 Euro zur Verfügung, das Land Baden-Württemberg unterstützt das Projekt mit weiteren 100.000 Euro. Damit ist der Landkreis Ravensburg einer von vier Landkreisen, die eine Landesförderung zur Umsetzung der UN-Behindertenkonvention erhalten. Weitere Teilnehmer sind die Landkreise Ludwigsburg, Esslingen und Tübingen. Das Modellprojekt Inklusionskonferenz läuft bis November 2017.

Bei der Auftaktveranstaltung betonte Landrat Harald Sievers, wie wichtig die gute Zusammenarbeit der vielen verschiedenen Akteure sei. Er wandte sich damit an anwesende Vertreter der Städte und Gemeinden, Kirchen, sozialer Einrichtungen, der Wirtschaft und des Handwerks, des Öffentlichen Personennahverkehres, des Staatlichen Schulamts sowie der Bereiche Kultur, Freizeit und Sport. Denn „Inklusion ist kein Expertenthema und jeder Einzelne kann etwas dazu beitragen“, so Sievers weiter. Im Rahmen dieser ersten Inklusionskonferenz konnten die Teilnehmer in Arbeitsgruppen Erfahrungen austauschen und Projektideen zu den Themenfeldern „Leben und Wohnen“, Arbeit und Beschäftigung“, Mobiliät“ und „Freizeit“ entwickeln. Diese Ideen wer nun von einer Arbeitsgruppe bis zur zweiten Inklusionskonferenz am 27. Oktober 2016 geprüft.