Modellprojekt Inklusionskonferenz

Seit Oktober 2015 nimmt der Landkreis Ravensburg am Modellprojekt Inklusionkonferenz teil. Er wurde hierfür vom Land Baden-Württemberg ausgewählt und ist damit einer von vier Landkreisen, die eine Landesförderung zur Umsetzung der UN-Behindertenkonvention erhalten. Weitere Teilnehmer am Projekt sind die Landkreise Ludwigsburg, Esslingen und Tübingen. Der Landkreis Ravensburg hat sich als Ziel gesetzt, Veränderungsprozesse zu initiieren, die eine nachhaltige Entwicklung haben.

Das Projekt wird mit einem Betrag von 100.000 € durch das Land Baden-Württemberg gefördert. Der Kreis trägt einen Eigenanteil von 50.000 €. Ein Teil davon wird für die Geschäftsstelle Inklusionskonferenz verwendet.

Innerhalb der Projektlaufzeit von zwei Jahren werden im Landkreis Ravensburg drei Inklusionskonferenzen stattfinden. Diese dienen als Diskussions- und Kommunikationsplattform für den Informations- und Erfahrungsaustausch, des Weiteren sollen Möglichkeiten und Chancen, aber auch Grenzen der Inklusion diskutiert werden.

Mit dem Modellprojekt möchte der Landkreis Ravensburg zusammen mit verschiedenen Akteuren den Weg der Inklusion weiter fortsetzen und gute Rahmenbedingungen für eine gelingende Inklusion schaffen. Außerdem soll durch eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit die Gesellschaft für das Thema sensibilisiert werden.

Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Daher ist es ein Anliegen des Landkreises, über den sozialen Bereich hinaus Teilnehmende für die Inklusionskonferenz zu gewinnen. Die Teilnehmer fungieren als Multiplikatoren und sollen Inklusion in ihren Institutionen und Bereichen weiter voranbringen. Unter den Teilnehmenden werden sowohl bisherige Akteure sein, als auch welche, die hierbei zukünftig mitwirken können. Die Teilnehmenden werden aus folgenden Bereichen sein:

  • Landratsamt
  • Städte und Gemeinden
  • Kirchen (Religionsgemeinschaften)
  • Staatliches Schulamt
  • Wohnbau
  • Handwerk, Industrie und Handel
  • Sozialversicherungsträger
  • Kultur, Freizeit und Sport
  • Freie Wohlfahrtspflege / Soziale Einrichtungen 
  • Menschen mit Behinderung
  • Kreistagsfraktionen
  • Ärzte
  • Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

Das Modellprojekt Inklusionskonferenz wird vom Institut für angewandte Sozialwissenschaften (IfaS), welches an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart angegliedert ist, unterstützt, wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Die wissenschaftliche Begleitung stellt sicher, dass die Erkenntnisse der Modell-Landkreise auch anderen Landkreisen in Baden-Württemberg zugänglich sind. Der Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) fördert die wissenschaftliche Begleitung.