European Energy Award in Gold 2012

Verleihung des European Energy Awards an den Landkreis Ravensburg durch EU-Kommissar Günther Oettinger in Brüssel

Der Landkreis Ravensburg ist in Sachen Energie- und Klimaschutz landesweit der Beste.
Zu diesem Ergebnis kam das Forum European Energy Award (eea) in Zürich, welches der Ravensburger Kreisverwaltung bescheinigt hat, dass der Landkreis bei der European-Energy-Award-Zertifizierung beim Energie- und Klimaschutz als bester Landkreis in Baden-Württemberg abgeschnitten hat. Am 26. November 2012 gab es deshalb in Brüssel aus der Hand von EU-Kommissar Günther Oettinger in Brüssel die höchste internationale Auszeichnung, den European Energy Award in Gold.

Zertifizierungsurkunde (208,6 KB)

Umweltminister Franz Untersteller mit Landrat Kurt Widmaier bei der Preisverleihung am 05.02.2013 in Ravensburg

Hinter dem Begriff „European Energy Award“ verbirgt sich ein standardisiertes Zertifizierungsverfahren, mit dem alle Aktivitäten von Gemeinden, Städten und Landkreisen rund um das Thema Klimaschutz erfasst, regelmäßig überprüft und nicht zuletzt kontrolliert werden. Ziel dieses Verfahrens ist es nach Auskunft von Landrats-Stellvertreterin Eva-Maria Meschenmoser, bislang unentdeckte Schwachstellen im Umgang mit Energie aufzuspüren und zu beseitigen. Nutznießer dieser Aktion sind deshalb nicht nur die öffentlichen Kassen, sondern über einen geringeren Energieverbrauch und den daraus resultierenden geringeren Kosten auch die Bürger und nicht zuletzt auch der Klima- und Ressourcenschutz.

Vom Züricher eea-Forum dabei ganz besonders unter die Lupe genommen werden, so EEA-Managerin Meschenmoser, vor allem der Energieverbrauch kommunaler Gebäude und des amtlichen Fuhrparks, die Bereiche Versorgung und Entsorgung, aber auch Themen wie Mobilität, interne Organisation und Kommunikation/Kooperation. Eine wichtige Rolle für das gute Abschneiden des Landkreises spielte nicht zuletzt auch die von Landrat Widmaier nach seinem Amtsantritt 1999 gegründete Ravensburger Energieagentur, mit ihren mittlerweile kreisweit elf Außenstellen und ihren Niederlassungen in Biberach, dem Bodenseekreis und Sigmaringen längst ein Erfolgsmodell in Sachen kostenloser flächendeckender und objektiver Energieberatung für Private wie Unternehmen und Kommunen, so Eva-Maria Meschenmoser in ihrer Pressemitteilung.

Umgerechnet werden die Erhebungen der eea-Prüfer übrigens in Prozentpunkte: Hat der Kandidat mindestens 50 Prozent der Vorgaben erreicht, gibt es den eea-Preis in Silber, hat man 75 Prozent erreicht, gibt es die Auszeichnung in Gold. Auf beachtliche 79,4 Punkte kommt der Landkreis Ravensburg.

Erste Landesbeamtin Eva-Maria Meschenmoser mit EU-Kommissar Günther Oettinger bei der Urkundenübergabe am 26.11.2012 in Brüssel

Gesamtergebnis Zertifizierung (82,8 KB)

Stolz ist die Stellvertreterin von Landrat Kurt Widmaier vor allem darauf, dass dem Landkreis nunmehr nicht nur „schwarz auf weiß, sondern in Gold“ bescheinigt wurde, dass sich seine Vorreiterrolle unter den Landkreisen in Sachen Energiesparen ausgezahlt hat. So hat die Ravensburger Kreisverwaltung bereits seit 10 Jahren einen eigenen Energiemanager, erstellt jährlich Energieberichte und nimmt aktiv an mehreren Umweltmanagementprojekten teil wie beispielsweise dem Öko-Audit Umweltmanagementsystem und war nicht zuletzt auch einer der ersten Pilotlandkreise in Deutschland, die an dem europaweiten eea-Wettbewerb teilnahmen. Lohn all dieser Energiesparbemühungen war denn auch die Auszeichnung mit dem eea-Preis in Silber, der dem Landkreis im Januar 2011 mit einer Erfolgsquote von damals noch 72 Punkten verliehen wurde und der offenbar der richtige Ansporn war, jetzt erfolgreich auch nach Gold zu greifen. Was diese Auszeichnung wirklich „wert“ ist, das belegt nach Auskunft von Landrats-Stellvertreterin Eva-Maria Meschenmoser auch der Umstand, dass bislang deutschlandweit lediglich drei Landkreise mit dem European Energy Award in Gold ausgezeichnet wurden. „Sehr zufrieden“ ist man im Ravensburger Landratsamt auch damit, dass das eigene gute Vorbild Schule machte und sich kreisweit insgesamt 19 Kommunen den kritischen Blicken der European Energy Award-Prüfkommission stellen.